GESCHICHTE
Entstehung und Entwicklung der SVP

Nachdem Südtirol 1919 zu Italien gekommen war und unter dem faschistischen Regime Mussolinis alles Deutsche in Südtirol ausgelöscht werden sollte wurden auch alle deutschen Parteien in Südtirol verboten. Erst nach zwei Jahrzehnten faschistischer Unterdrückungs- und Italianisie rungs politik, Option und Krieg bot sich nach dem zweiten Weltkrieg die Chance für die deutsche und ladinische Minderheit in Italien eine politische Vertretung aufzubauen.

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Südtiroler Volkspartei finden Sie unter www.60Jahre-SVP.org.


08. Mai 1945
Der Bozner Kaufmann Erich Amonn gründet in der Villa Malfèr in Gries/Bozen mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Südtiroler Volkspartei mit dem Edelweiß als Parteizeichen. Die neue Partei ist aus der Südtiroler Widerstandsbewegung "Andreas-Hofer-Bund" hervorgegangen, die im Jahr 1939 von jungen Nicht-Optanten gegründet wurde. Sie versuchte aber sofort die Optanten zu integrieren. Ende September 1945 zählt die SVP bereits 50.000 Mitglieder. Auch in der Gemeinde Terenten wurde 1945 eine Ortsgruppe der SVP Terenten gegründet. Gründungsväter in Terenten waren Aichner Josef vom Oberleitnerhof, der auch erster Ortsobmann in Terenten war und Volgger Josef, Huberhof.

22. April 1946
Die 155.000 Unterschriften, die auf Betreiben der SVP gesammelt wurden, werden dem österreichischen Bundeskanzler Leopold Figl überreicht. Mit den Unterschriften wird eine Rückkehr Südtirols zu Österreich gefordert. Trotzdem weisen die vier Siegermächte am 1. Mai 1946 die Forderung Österreichs nach einer Volksabstimmung in Südtirol endgültig ab.

5. Mai 1946
20.000 Südtiroler fordern auf Schloß Sigmundskron die Selbstbestimmung.

9./10. Februar 1947
Die SVP hält ihre erste Landesversammlung auf dem Reichriegler Hof ab. Ein neues Statut und Programm werden verabschiedet.

31. Jänner 1948
Die italienische verfassunggebende Nationalversammlung genehmigt das erste Autonomiestatut. Darin bleiben wesentliche Bestimmungen des Pariser Vertrages allerdings unerfüllt.

25. Mai 1957
Die SVP-Landesversammlung wählt eine neue politische Führung. Silvius Magnago wird Obmann.

17. November 1957
Die SVP organisiert die größte Protestkundgebung ihrer Geschichte auf Schloß Sigmundskron. 35.000 Südtiroler mit SVP-Obmann Silvius Magnago an der Spitze protestierten gegen die Nichterfüllung des Pariser Vertrages und forderten mit dem "Los von Trient" eine eigenständige Autonomie für Südtirol.

31. Oktober 1960
Die UNO-Vollversammlung genehmigt auf Antrag Österreichs einstimmig eine Entschließung zur Südtirolfrage, in der Österreich und Italien zu Verhandlungen aufgefordert werden.

31. Dezember 1960
Silvius Magnago wird zum Landeshauptmann gewählt.

11. Juni 1961
Die Herz-Jesu-Feuernacht: mit Sprengstoffanschlägen auf Hochspannungsmasten bringen Südtiroler ihren Unmut und ihre Enttäuschung gegen- über dem Staat Italien zum Ausdruck. Der italienische Staat reagiert mit Verhaftungen und Folterungen.

21. September 1961
Der italienische Ministerrat setzt die 19er-Kommission ein. Ihre Aufgabe ist es, die Südtirolfrage zu prüfen und der Regierung Vorschläge zu unterbreiten.

22./23. November 1969
Die SVP-Landesversammlung verabschiedet nach intensiver Diskussion um halb drei Uhr morgens das "Paket" mit 583 Ja-Stimmen, 492 Nein-Stimmen und 15 Enthaltungen. Dieses Paket umfasst die erzielten Verhandlungsergebnisse mit insgesamt 137 Maßnahmen zum besseren Schutz der Südtiroler.

20. Jänner 1972
Das neue Autonomiestatut tritt in Kraft. 1972 und folgende Jahre Schritt für Schritt wächst die Autonomie und die Vorteile wirken sich in allen Bereichen aus: Südtirol blüht auf.

8./9. November 1975
Die Bewegung der Arbeitnehmer und Angestellten in der SVP wird gegründet.

17. März 1989
Luis Durnwalder löst Silvius Magnago als Landeshauptmann ab. Magnago stand 28 Jahre an der Spitze des Landes.

30. Mai 1992
Die außerordentliche Landesversammlung der SVP erklärt das Paket mit großer Mehrheit (82,86 %) als durchgeführt.

11. Juni 1992
Mit der Abgabe der Streitbeilegungserklärung wird der formelle Abschluß der Südtirol-Verhandlungen vollzogen.

8. Mai 1993
Die SVP-Landesversammlung verabschiedet ein neues Grundsatzprogramm und das reformierte Parteistatut.

Persönlichkeiten der SVP
Die Gründerväter der Südtiroler Volkspartei
  • Erich Amonn, Bozen
  • Hans Baur, Bruneck
  • Toni Ebner, Aldein
  • Hans Egarter, Meran
  • Fritz Führer, Bozen
  • Hans Gamper, Algund
  • Josef Graber, Reischach
  • Ludwig Gröbner, Gossensass
  • Karl Heiß, Pens
  • Franz Innerhofer-Tanner, Obermais
  • Sebastian Mair, Pens
  • Josef Menz-Popp, Marling
  • Josef Nock, Lana
  • Alois Pfitscher, St. Leonhard im Passeier
  • Leo von Pretz, Mittewald
  • Alois Puff, Gries
  • Albert Rieper, Vintl
  • Franz Strobl, Toblach
  • Baron Günther von Unterrichter, Sarns


Die Gründerväter der Südtiroler Volkspartei Ortsgruppe Terenten
  • Aichner Josef, Oberleitner
  • Volgger Josef, Huberbauer
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Die Ortsobmänner der Südtiroler Volkspartei Terenten
  • Aichner Josef (1945 bis 1951)
  • Vollger Josef (1951 bis 1956)
  • Engl Gabriel (1956 bis 1968)
  • Mair Josef (1968 bis 1969)
  • Engl Gabriel (1969 bis 1972)
  • Schmid Dr. Manfred (1972 bis 1987)
  • Weger Josef (1987 bis 1993)
  • Leitner Franz (1993 bis 1999)
  • Achammer Johann (1999 bis 2005)
  • Achammer Manuel (seit 2005)


Die Landeshauptleute von Südtirol
  • Karl Erckert (20. Dezember 1948 bis 15. Dezember 1955)
  • Alois Pupp (7. Jänner 1956 bis 31. Dezember 1960)
  • Silvius Magnago (31. Dezember 1960 bis 17. März 1989)
  • Luis Durnwalder (seit 17. März 1989)


Die Bürgermeister von Terenten
Ab 1927 gab es auch in Terenten einen Podestà, eingesetzt von der faschistischen italienischen Regierung als Gemeindevorsteher und war immer italienischer Sprache, der in den meisten Fällen kaum oder gar nicht der deutschen Sprache mächtig war. Seit 1945 werden die Bürgermeister wieder gewählt.
  • Michael Leitner, Pfurner (1945 bis 1952)
  • Anton Schmid, Wiedenhofer (1952 bis 1960)
  • Adolf Unterpertinger, Forstnersohn 1960 bis 1964(1964 in den Südtiroler Landtag gewählt und durch Josef Unterpertinger ersetzt)
  • Josef Unterpertinger, Forstnerbauer (1964 bis 1969)
  • Josef Schmid, Wiedenhofer (1969 bis 1974)
  • Manfred Schmid, Pein (1974 bis 1990)
  • Weger Josef, Haus Wieseneck (seit 1990)